William Toel: Heiliger oder Internationalist?

Wer ist der amerikanische Patriot, der keine Zeit und Mühen scheut, um die Deutschen von ihrem Kriegstrauma zu befreien? Wer ist der Mann, der vorgibt mit spirituellen Kräften in Verbindung zu stehen und der sein Publikum immer wieder dazu auffordert, endlich wieder deutsch zu sein? Wer ist William Henry Toel?

Monatelang reiste er während der Corona-Krise durch unser Land, saß in deutschen Wohnzimmern, gab Interviews in alternativen Medien und wiederholte, ohne müde zu werden – fast schon wie einstudiert – seine Geschichte. Er sprach ausschließlich mit normalen Menschen, Intellektuelle, Eliten und Mainstream Medien ignorierte er, und auch sie ignorierten ihn geflissentlich. Toel nahm diese Strapazen – wie er immer wieder betonte – nur aus einem einzigen Grunde auf sich, weil er eine reine und fast leidenschaftliche Liebe für die Deutschen empfindet.

Doch stimmt das? Geht es William Toel tatsächlich um das Wohlergehen der Deutschen, geht es ihm um die deutsche Seele, wie er fast schon gebetsmühlenartig wiederholt? Geht es ihm wirklich ausschließlich darum, die Programmierungen von Bletchley Park zu brechen und uns endlich zu freien Deutschen zu machen?

William Toels Vita

Toels Absichten sind nicht leicht zu durchschauen, denn er spricht oftmals in Rätseln und kritische Fragen beantwortet er leider nicht adäquat. Wer die wahren Intentionen des William Toel besser einschätzen möchte, tut gut daran, sich näher mit seinem Lebenslauf zu beschäftigen, der auf seiner persönlichen Webseite wie auch auf den Webseiten der Bradley Universität hier und hier zu finden ist.

Abgesehen von seinem Lebenslauf, kennt das Internet kaum etwas über William Toel, obwohl er zahlreiche einflussreiche Positionen innehatte. Laut MyLife wurde er am 21.10.1945 als William Henry Toel geboren und lebt aktuell in Pekin im US-Bundesstaat Illinois. Zuvor lebte Toel in Phoenix, Arizona, und in Charlottesville, Virginia.

Er besitzt einen an der Bradley Universität erworbenen MBA und lehrt dort gegenwärtig als Teilzeit-Dozent “German Economic, Social & Political Models/Systems” im Business and Engineering Convergence Center. Er ist mit Lisa Maree Toel verheiratet, die mit 53 Jahren deutlich jünger ist als er selbst. Sein Lebenslauf spricht von einer bewegten Karriere, einen roten Faden gibt es aber nicht. Toel hatte sowohl eine akademische Karriere als auch eine Karriere im internationalen Business, im Bankgeschäft sowie beim Militär.

Neben der Bradley University hat er an zahlreichen weiteren Universitäten wie der University of Illinois, der University of Virginia, der American Graduate School of International Management und der Arizona State University gelehrt. Zudem hat er Vorlesungen an Universitäten in ganz Deutschland gehalten. Im Netz konnte ich nur seine letzte Lehrtätigkeit an der Bradley University verifizieren.

Weiter heißt es in seiner Vita, dass er einer der jüngsten Hauptleute und Kompaniekommandanten war, die während des Vietnamkonflikts in der Armee dienten. Auch dies konnte ich im Netz nicht verifizieren, meine Anfrage beim US-Militär blieb leider unbeantwortet.

Im Jahr 2000 war Toel Zweitkandidat für den Senat der Vereinigten Staaten in Arizona, was ich hier verifizieren konnte. Toel arbeitete auch für eine international operierende Firma mit Namen “CPC International.” In seiner Vita heißt es, dass es sich um eine bedeutende und hoch angesehene Firma mit Niederlassungen in 45 Ländern handelt.

Zudem war er der jüngste Präsident der damals zweitgrößten Bargeld-Getreide-Börse der Nation, dem Peoria Board of Trade (1977 bis 1978). Darüber hinaus leitete er erfolgreich einen Rat, in dem große internationale Firmen vertreten waren.

Von 1982 bis 1983 war er Mitglied des Vorstandes der Central Arizona Bank und von 1983 bis 1986 hatte er dieselbe Position bei der Guardian Bank in Arizona inne.

Von 1983 bis 1987 war er Direktor des Fakultätsvorstandes der University of Phoenix und 1998 war er Mentor des Arizona State University College of Business.

Im Februar 2012 war Toel aufgrund seiner 30-jährigen Deutschlanderfahrung und weil er als Experte des “Deutschen ökonomischen, politischen und sozialen Modells” gilt zur German Conference über die “Angst of German Leadership” in Harvard eingeladen. 2013 moderierte er das World Affairs Council in Peoria, Illinois, und 2014 war er Gastdozent an der Freien Universität in Berlin.

Leider konnte ich im Netz nichts davon verifizieren, was aber auch daran liegen mag, dass dies alles schon eine ganze Weile zurückliegt, und das Internet damals noch in den Kinderschuhen steckte.

Toels Vita weist auf einen Internationalisten hin

Doch alleine der Blick auf diese Vita reicht aus, um zu verstehen, dass William Toel wohl kaum Interesse an den kleinen Leuten in Deutschland haben dürfte. Wer das glaubt, der irrt gewaltig und sollte schleunigst die rosarote Brille abnehmen. William Toel ist meines Erachtens ein Internationalist und Globalist, das geht nicht nur aus seiner Vita, sondern auch aus den vielen aufschlussreichen Artikeln auf seiner Webseite (die leider nur noch in der Wayback Machine zugänglich sind) hervor.

Doch befassen wir uns etwas detaillierter mit seinem Lebenslauf. Fangen wir mit dem Unternehmen “CPC International” an, das nicht leicht zu finden war, da es laut Wallstreet Journal 1997 seinen Namen in Bestfoods geändert hat. Nach längerem Suchen wurde ich aber in der Encyclopedia doch noch fündig.

CPC International: Ein krimineller Monopolist?

Dort steht zu “CPC International”: Es handelt sich um Amerikas größten Lebensmittelhersteller, der über 2000 Fertigprodukte und Dutzende Maisprodukte in über 100 Fabriken in 47 Ländern herstellt. Vor allem Maiszucker und Maisstärke sind wichtige Produkte von CPC.

Neben Cargill, verdanken wir also auch CPC, dass sämtliche Fertigprodukte, die wir heute im Supermarkt erwerben können, nur so vor Maiszucker (High-Glucose-Fructose-Sirup) strotzen und tatsächlich eine Pandemie ausgelöst haben – eine Fettleibigkeitspandemie.

Laut Encyclopedia hatte CPC auch Verbindungen zur Familie Rockefeller, die als ausgewiesene Internationalisten bekannt sind: 1901 gründete Thomas Edward Bedford, ein leitender Angestellter von Rockefellers Standard Oil, die New York Glucose Company, die im Januar 1906 mit der Corn Products Refining Company (später CPC) fusionierte.

1913 erhob die US-Bundesregierung Klage gegen die Corn Products Refining Company (CPC) und die mit ihr verbundenen Unternehmen wegen Verstößen gegen den “Sherman Antitrust Act”, das US-Kartellgesetz. Die Regierung warf der Firma eine Verschwörung zur Beschränkung des Handels im Maisraffinationsgeschäft vor, indem sie versuchte, die Produktion und den Verkauf vieler Maisprodukte zu regulieren, und forderte das Gericht auf, CPC aufzulösen.

Nach einem langwierigen Rechtsstreit ordnete der Supreme Court 1919 an, dass CPC sich von mehreren Tochterfirmen trennen musste, verlangte aber nicht die Auflösung des Unternehmens. Es liefen noch weitere Verfahren zwischen CPC International/Bestfoods und den USA, dies hier ist nur eines davon.

CPCs globaler Bereicherungsfeldzug

Das Unternehmen wuchs weiter und kaufte 1919 sein erstes Werk in Übersee, in Deutschland. Im Januar 1921 kaufte das Unternehmen mehrere weitere deutsche Produktionsstätten.

Zu Beginn der 1930er Jahre besaß die Firma Betriebe in Kanada, Mexiko, der Tschechoslowakei, England, Frankreich, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Jugoslawien, Argentinien, Brasilien, der Dominikanischen Republik und Japan.

1958 übernahm CPC die deutsche Firma Knorr. Diese Übernahme war die letzte in einer langen Reihe von Nachkriegsübernahmen. 1969 entschied sich CPC International dazu, sich auf Fertiglebensmittel zu fokussieren. Dieser Entscheidung haben wir es zu verdanken, dass unsere Supermärkte mit denaturierten und völlig nährwertfreien Convenience-Produkten überschwemmt wurden. Die dadurch rapide ansteigenden ernährungsbedingten Krankheiten passen auch zu Rockefellers Pharma-Strategie der erdölbasierten Medikamente, doch das ist eine andere Geschichte.

Im Jahr 1988 stammten 57 % der Einnahmen des Unternehmens aus dem Ausland, mehr als bei jedem anderen großen amerikanischen Lebensmittelunternehmen. Der US-Multi CPC International war so etwas wie ein Monopolist und besaß über seine Tochtergesellschaften die weltweite Kontrolle über einen Großteil von Fertiglebensmitteln, was eine unglaubliche Macht bedeutet. Im Jahr 2000 ging diese Macht an die Firma Unilever über, die Bestfoods für schlappe 24,3 Milliarden US-Dollar übernahm.

In welchem Zeitraum und in welcher Position Toel für diesen internationalen Konzern, der offensichtlich auch eine gewisse kriminelle Energie besaß, tätig gewesen ist, lässt sich seinem Lebenslauf leider nicht entnehmen.

Über CPC International gelangte ich zum US-Konzern Fluor, der meine Skepsis gegenüber William Toel noch untermauerte. Für Toels ehemaligen Arbeitgeber CPC International hat Fluor unter anderem eine der weltweit größten Raffinerien für flüssige Maissüßstoffe (Glukose, Dextrose und Fruktose) konstruiert. Das Unternehmen mit Sitz in Texas ist ebenfalls ein riesiger, global agierender Konzern mit Niederlassungen in 17 Ländern. In Deutschland sitzt Fluor in Mannheim und ist in Europa sowie weltweit an zahlreichen interessanten Großprojekten beteiligt. 

Toels Engagement bei der Internationalistenvereinigung FFA

Dass William Toel eher ein knallharter Internationalist denn ein Heiliger ist, dafür spricht auch eine weitere Station in seiner Vita: Die Moderation des World Affairs Council 2013 in Peoria, Illinois. Was es mit dem Peoria Area World Affairs Council auf sich hat, geht aus dessen Webseite deutlich hervor. Dort heißt es: Das Peoria Area World Affairs Council ist Teil des World Affairs Council of America und hielt seine erste Konferenz im Jahr 1969 ab. Die Wurzeln des World Affairs Councils of America gehen auf das Jahr 1918 zurück, als die League of Free Nations Association von 141 angesehenen Amerikanern, darunter der Sozialreformer Paul Kellogg, gegründet wurde.

Am Ende des Ersten Weltkriegs waren die Gründer der Association – allesamt Internationalisten – besorgt, dass die Amerikaner den Isolationismus gegenüber einer Außenpolitik die auf internationalem Engagement basiert vorziehen würden.

Sie arbeiteten deshalb daran, das öffentliche Bewusstsein für kritische internationale Themen, die die USA betrafen, zu fördern und zu pflegen, und gründeten 1923 die Organisation als Foreign Policy Association (FFA) neu. Zu den Gründungsmitgliedern der FFA zählt John Foster Dulles, der unter Dwight D. Eisenhower Außenminister gewesen ist.

War Eisenhower laut Toel nicht derjenige, der jede deutsche Frau und jedes deutsche Kind nach dem 2. Weltkrieg tot sehen wollte?

Wer verstehen will, was hinter dieser Organisation wirklich steckt, kommt nicht umhin, sich etwas näher mit John Foster Dulles und seinem Bruder Allan Dulles (Nazi-Kollaborateur und CIA-Chef) zu beschäftigen. Einen Einblick in die Machenschaften dieser feinen Herren, die man als die Begründer des Deep States bezeichnen könnte, gibt das Buch von David Talbot “Das Schachbrett des Teufels.”

Wer entscheidet wirklich über unser Schicksal?

Wer nach diesen Ausführungen noch immer glaubt, William Toel sei nur ein freundlicher amerikanischer Patriot, der bereits vor seiner Geburt unser schönes Land und seine Menschen liebte, der sollte sich zum Schluss mit der Harvard-Konferenz “Angst of German Leadership” beschäftigen, zu der Toel 2012 aufgrund seiner 30-jährigen Deutschlanderfahrung und seiner Erkenntnisse zum “Deutschen ökonomischen, politischen und sozialen Modell” eingeladen gewesen ist.

Details über diese Konferenz zu finden, war ebenfalls nicht ganz einfach, denn die “German Conference” von damals heißt heute “German American Conference” und die alte Seite aus 2012 ist nur noch über die Wayback Machine aufrufbar.

Interessant waren nicht nur die Vorträge, die sich mit unserer Politik und damit unserem Schicksal befassten, sondern auch die Teilnehmer und die Unterstützer dieser Konferenz. Wer sich im Detail dafür interessiert, dem sei die Webseite ans Herz gelegt. Die Reden der geladenen Gäste – die wahre Augenöffner sind – kann man zum Teil in einer extra dafür produzierten Broschüre nachlesen.

Folgen sie doch einmal diesem Link, sie werden staunen, welche „honorigen“ Damen und Herren unseres Landes schon bei dieser Konferenz geladen waren.

Was William Toel mit der andauernden Forderung meint, die Deutschen müssten endlich die für sie vorgesehene Verantwortung in und für die Welt übernehmen, zeigt uns beispielsweise die Rede des damaligen Außenministers Thomas de Maiziere.

Unter dem Titel “Die zukünftige Rolle Deutschlands in der internationalen Sicherheitsarena” wies de Maiziere auf die historische Bedeutung eines solchen Engagements (womit er Krieg meint) und auf die Schwierigkeiten hin, denen sich die Bundesregierung manchmal gegenübersieht, wenn es darum geht, das deutsche Engagement gegenüber einer Bevölkerung zu rechtfertigen, die sich nur langsam an die neue Rolle der Republik in der Arena der internationalen Sicherheit gewöhnt.

Im Klartext heißt das nichts anderes, als dass Deutschland sich künftig an “amerikanischen” Kriegen beteiligen soll, nur dass uns diese nun eben als “Sicherung unserer Sicherheit” verkauft werden. Genau davon spricht Toel, wenn er uns immer wieder auffordert, Verantwortung zu übernehmen.

Tweet von William Toel zu einem möglichen Atomkrieg. Quelle: Screenshot aus Twitter.

Tweet von William Toel zu einem möglichen Atomkrieg. Quelle: Screenshot aus Twitter.

Wie die Sicherung dieser Sicherheit aussehen könnte, zeigt ein informativer Artikel auf der Webseite TheDrive. Dort schreibt JOSEPH TREVITHICK am 26. MÄRZ 2020 “Atomwaffen treiben Deutschlands Plan voran, Tornados durch Typhoons, Super Hornets und Growlers zu ersetzen. Mit diesem Plan erhält die deutsche Luftwaffe Flugzeuge, die sie für den Transport amerikanischer Atombomben konfigurieren kann, sowie den leistungsfähigsten Jet für die elektronische Kriegsführung auf dem Planeten.” Noch Fragen?

de Maizaire war nicht der einzige, der auf dieser Konferenz von einer deutschen Verantwortung sprach. Auch der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück referierte damals über deutsche Verantwortung – und zwar über finanzielle Verantwortung. Als Schlüssel zur Lösung der damaligen Finanzkrise forderte Steinbrück schon 2012 die Einführung von Eurobonds, also eine gemeinsame Garantie für die Staatsschulden der EU. Dabei hatte man uns die EU unter der Prämisse verkauft, es würde niemals so etwas wie eine Schuldenunion geben.

Auch der geladene Vorstandsvorsitzende von Alcoa, Klaus Kleinfeld, sprach in seiner Rede “Today’s Leadership Challenges and German Angst” Klartext: “Wir, womit er Wirtschaft und Politik meinte, müssen miteinander verbunden sein, um die aktuellen globalen Probleme zu bewältigen.” Die Geschwindigkeit der politischen Reaktion auf die jüngste Finanzkrise, so Kleinfeld, hätte ihn beeindruckt, vor allem die globale Koordinierung der politischen Gremien in aller Welt.

Machen wir uns nichts vor, die globale Weltordnung ist über die Herrschaft der Konzerne längst Realität. Und jetzt ist die Zeit gekommen, endlich auch den Menschen reinen Wein einzuschenken, die Grenzen abzuschaffen, die nationalen Regierungen durch regionale Community Manager zu ersetzen und mit Hilfe von Public-Private-Partnerships den noch verbliebenen Wohlstand der Deutschen an die globalen Investoren zu verscherbeln. Regiert werden die zerrissenen Regionen dann zentral, zuerst von der EU, später dann von einer Weltregierung ähnlich den Vereinten Nationen (UNO).

Jeremy Rifkin, der Vater des Green Deal

Und wussten sie, dass der Green Deal ebenfalls von ausländischen Mächten beschlossen wurde und nicht das Geringste mit Ursula von der Leyen und ihren EU-Dilettanten zu tun hat? Der Erfinder der Post-Carbon Economy für Deutschland ist der US-amerikanische Vordenker und Merkel-Berater Jeremy Rifkin. Er hat das 5-Stufen-Programm für unsere grüne Wirtschaft entwickelt und ist auch der Vater der Sharing und Gig-Economy, die nicht wenige von uns erneut zu Tagelöhnern degradieren dürfte.

Die Vorschriften, die nötig sein werden gegen den CO2-bedingten Klimawandel, und die Einführung der entsprechenden Schlüsseltechnologien, wurden von sozialdemokratischen, konservativen und grünen Politikern in Deutschland gleichermaßen unterstützt, so Rifkin in seinem Vortrag in Harvard.

Im Klartext heißt das, wir können wählen was und wen wir wollen, an unserem Schicksal und dem unseres Landes wird das nichts ändern. Alle Parteien sind Teil dieses perfiden Plans, der uns nicht nur verarmen, sondern auch unser Lebensmodell, unsere freie Entfaltung und unsere Selbstbestimmung vereiteln wird.

“Die ganze Welt schaut auf dieses Land: Kann Deutschland das durchziehen? Alle schauen auf dieses Land! Man darf nicht scheitern, so einfach ist das”, sagte Rifkin.

Das erinnert mich an William Toel, wenn er immer wieder sagt, die ganze Welt würde darauf warten, dass Deutschland endlich erwache, denn Deutschland verwehre der Welt, was es der Welt zu bieten hätte – und das dürfte wohl unser gesamter erarbeiteter Wohlstand sein.

Und natürlich kennt William Toel unsere Zukunft, seine Militärstrategen und Vordenker haben sie für uns doch bis ins Detail ausgearbeitet. So sieht das von Rifkin vorgestellte fünf Stufen-Programm Folgendes vor:

(1) Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien, um die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren (Rifkin arbeitete auch an dem 2020-Mandat der EU mit);
(2) Umwandlung jedes Gebäudes in ein Mikrokraftwerk. Statt zentraler Anlagen würde jeder Energie produzieren;
(3) Verwendung von Wasserstoff als Energiespeicher;
(4) Einrichtung eines Energie-Internets, das es den Verbrauchern ermöglichen würde, Energie gleichberechtigt zu teilen; und
(5) Förderung von Elektrofahrzeugen zur Ergänzung von Speicher- und dezentralen Erzeugungstechnologien, indem die Stromversorgung gepuffert und die Möglichkeiten der Verbraucher zur Beteiligung an der Stromwirtschaft verbessert werden.

Leider hat Rifkin die Frage offen gelassen, wie die Deutschen diesen grünen Unsinn bezahlen sollen? Vielleicht mit seiner Share und Gig Economy, die uns alle zu Hungerleidern machen wird? Sie meinen, das sei übertrieben, dann lesen sie den neusten McKinsey Report zur Entwicklung der Arbeit in Europa. Laut McKinseys Post-COVID-19 Szenario werden in den acht Fokus-Ländern in der EU bis 2030 100 Millionen Menschen keinen Job mehr haben. Unseren grünen Umbau werden wir mit den letzten Resten unseres Gemeinschaftseigentums, unseres Privateigentums und unserer Daseinsvorsorge bezahlen, dann ist Schicht im Schacht.

Plattformtechnologie, die Zukunft unserer Wirtschaft

Und wenn sie jetzt glauben, tauschen und leihen wäre doch eine gute Idee, dann haben sie Vordenker Rifkin und seine Anhänger nicht richtig verstanden. Ihre Share und Gig Economy hat nichts mit der guten alten Tauschwirtschaft vergangener Zeiten zu tun. Denn wir sollen natürlich nicht direkt untereinander handeln, sondern über große internationale Plattformunternehmen, die darin bereits ein gigantisches Geschäft entdeckt haben. Uber, Airbnb, Ebay und Amazon machen schon lange vor, wie gut so etwas funktioniert. Sie bringen Anbieter und Nachfrager mit dem Ziel zusammen, daraus selbst möglichst viel Profit zu schlagen.

Im Vergleich zum klassischen Tauschgeschäft steht somit ein zusätzlicher Vermittler und Gewinnschöpfer zwischen Angebot und Nachfrage. Diese neue Ökonomie wird aus allem ein Geschäft machen und weil das alles global geschieht, werden gigantische Profite erwartet. Durch diese Plattformtechnologie werden alle Menschen lediglich für den Güterzugang bezahlen müssen. Und das wird nicht nur für Konsumgüter, sondern bald auch für die Medizin und alle anderen existentiellen Güter und Services gelten.

Die Nutznießer dieses grünen Umbaus werden nicht wir sein, nein, ganz sicher nicht. Nutznießer werden erneut die globalen Konzerne wie Unilever und Fluor sowie deren Großaktionäre sein, diejenigen also, die sich mit ihren Milliarden schon lange entsprechend positioniert haben – in nachhaltigen Fonds, ETFs und neuartigen nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Die Bonanza kann also beginnen, die Deutschen werden bezahlen, wie sie das schon immer getan haben, und die globalen Großinvestoren, die im Besitz der Konzerne und der globalen Ressourcen sind, können sich schon bald erneut die Taschen vollstopfen, während jetzt auch diejenigen, die noch etwas hatten, zu Tagelöhnern verkommen.

Eine neue Programmierung

Das Ganze ist eine geniale Strategie, wären da nicht die kleinen Leute, die man jetzt noch dazu bringen muss, dieses ganze grüne Szenario ohne großes murren zu finanzieren. Wie verhindert man, dass die “Bürger” – diejenigen die für alles bürgen sollen – aufbegehren, dass sie möglicherweise auf die dumme Idee kommen, da nicht mitmachen zu wollen?

Wie verhindert man, dass Menschen sich gegen die Herrschaft erheben? So wie man es schon immer getan hat, man schickt einen Heiligen, einen spirituellen Retter, einen der von Liebe spricht. Man schickt jemanden, der sich scheinbar für die kleinen Leute interessiert, der ihre Nöte zu kennen scheint und sie geschickt manipuliert. William Toel sagt, er habe unsere Zukunft gesehen, life und in Farbe, und sie sei wunderschön und er sagt, er kenne die deutsche Seele und diese sei “großzügig” und würde nichts lieber tun, als die Früchte ihrer Arbeit an die ganze Welt zu verteilen. Fällt ihnen etwas auf?

Toel will, dass wir das grüne Experiment des Jeremy Rifkin fressen, dass wir, nach dem erneuten Zusammenbruch unserer Wirtschaft, unser Land zum dritten Mal neu aufbauen oder besser gesagt, umbauen. Er will, dass wir wieder die Deutschen werden, die nach den beiden Kriegen die Ärmel hochkrempelten, und er will, dass wir unser Wissen und unsere Expertise mit der ganzen Welt teilen. Wer die Augen aufmacht, sieht, dass es hier um nichts anderes geht als einen möglichst geordneten Übergang in eine seit Jahrzehnten geplante Weltordnung, und Toel soll uns diese als etwas Erstrebenswertes verkaufen.

Sie sind nicht überzeugt? Dann lesen sie doch einfach William Henry Toels neuestes Buch “HOW TO THRIVE IN A GLOBAL WORLD – A guide for the clueless”, das demnächst bei ICA Press erscheinen wird.

Bald erhältlich: William Toels neues Buch "Wie man in einer globalen Welt Erfolg hat – Ein Leitfaden für Ahnungslose". Quelle: Screenshot von ICA Press.

Bald erhältlich: William Toels neues Buch „Wie man in einer globalen Welt Erfolg hat – Ein Leitfaden für Ahnungslose“. Quelle: Screenshot von ICA Press.

Das Fenster, das mit der installierten C-Krise geöffnet wurde, muss genutzt werden, bevor es sich wieder schließt. Es muss jetzt schnell gehen, anderenfalls könnte die schöne globale Ordnung, die endlich kurz vor ihrer Vollendung steht, doch noch scheitern. Doch täuschen wir uns nicht, auch ein echter, also ein blutiger Krieg gegen uns, würde kein Problem darstellen. Doch es geht um ihren kritischen Zeitplan, und der würde durch einen blutigen Krieg – zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt – verzögert, wenn nicht gar für lange Zeit vereitelt.

Der Übergang in dieses neue System soll möglichst unblutig verlaufen. Toel sagt, er will keine Unruhen und auch Angela Merkel und ihre Regierung sollen nicht rechtlich belangt werden, im Gegenteil, sie sollen sogar noch in höhere Sphären befördert werden. Für Merkel spricht er von den Vereinten Nationen. Langsam dämmert es mir auch, weshalb Merkel jüngst mit der Ehrendoktorwürde der für die Corona-Krise so wichtigen Johns Hopkins Universität ausgezeichnet wurde. Langsam fügen sich die einzelnen Puzzle-Teilchen aneinander und ergeben ein immer klareres Bild unserer möglichen Zukunft.

Die Eliten brauchen den Systemwechsel, denn das Finanzsystem ist am Ende, die Umwelt wurde durch eine toxische globale Wirtschaft – von der nur sie profitierten – zerstört und Amerika und die Welt stehen vor der größten Pleite aller Zeiten.

Toel sagt, er kommt nicht nur mit Worten, er kommt mit Macht, und das kaufe ich ihm zu 100 Prozent ab. Und diese Macht wird uns erneut treffen, sollten wir uns nicht in das fügen, was die Internationalisten und Verfechter einer globalen Weltordnung für uns vorgesehen haben.

William Toels Buch "Eine Nachricht des lebenden Gottes an diese Nation". Quelle: Screenshot von Amazon.

William Toels Buch „Eine Nachricht des lebenden Gottes an diese Nation“. Quelle: Screenshot von Amazon.

William Toel ist kein spirituelle Heilsbringer, er ist ein Internationalist und ein Verfechter einer neuen Weltordnung unter amerikanischer Hegemonie. Zu welcher Nation Toels lebender Gott in seinem Buch “A Message from the living God to this nation” wohl spricht? Die deutschen Nation ist es mit Sicherheit nicht.

Wie lautet ihr Fazit?

Mein Fazit lautet: William Henry Toel ist, wie auch einige Köpfe der Opposition gegen die Corona-Maßnahmen, Teil einer gigantischen PsyOp wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Wenn ich mich aktuell in der Welt umschaue, sehe ich so etwas wie eine „orange Revolution“ oder einen „arabischen Frühling“, nur dass diese inszenierte Revolution dieses Mal global stattfindet. Toel dürfte Teil oder auch nur ein Unterstützer dieser Clique sein, die schon seit vielen Jahrzehnten versucht, uns ihre globale Weltordnung überzustülpen. In der Vergangenheit waren wir Deutsche zu stur und haben uns gegen dieses seit langem geplante Komplott und die Ausschlachtung unseres Landes durch die globale Finanzelite gesträubt, was wir mit zwei blutigen Kriegen bezahlen mussten. Es hat Bumm gemacht, weil die Deutschen einfach zu gut waren, sagt Toel. Nein, es hat Bumm gemacht, weil wir uns nicht der Hegemonie des Anglo-amerikanischen Establishments beugen wollten. Nach mehr als 75 Jahren Indoktrination, versuchen sie es nun auf eine andere, eine viel intelligentere Art, und die Chancen stehen gut, dass es dieses Mal funktionieren könnte, denn die 200 Genies von Bletchley Park haben bei nicht wenigen unserer Landsleute eine ganz exzellente Vorarbeit geleistet.

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